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Interview mit dem Chef der Volksbank Bühl

Claus Preiss: »Social Media ist für uns wie gemacht«

01. August 2017
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Claus Preiss ist Genossenschaftsbanker durch und durch. Und er hat die sozialen Netzwerke für sich und die Volksbank Bühl entdeckt. Der Chef des regionalen Instituts sieht in den digitalen Kommunikationskanälen vor allem die Chance, mit den Menschen aus der Region ins Gespräch zu kommen und so im Wettbewerb mit überregionalen Geldhäusern zu Punkten. Im Interview mit inside B spricht er über die Social-Media-Strategie der Bank und die Lage der Branche.

Herr Preiss, Sie waren in der vergangenen Woche auf der Stallwächterparty in Berlin. Wird da auch die Sau herausgelassen?  Preiss: Es war auf jeden Fall ein lustiger Abend. Ich habe dort einige Menschen aus unserer Region getroffen.  Man sieht von ihnen auf Facebook häufig Posts von Veranstaltung...
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Autor:
Tobias Symanski

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Hintergrund

Claus Preiss und die Volksbank Bühl

2008 starteten bei der Volksbank Bühl (Bilanzsumme 2016: 1,038 Milliarden Euro, 28 Beratungscenter zwischen Rheinmünster-Stollhofen im Nord und Kehl-Goldscheuer im Süden) bereits die ersten Aktivitäten rund um das soziale Netzwerk im World Wide Web. Die Innovationswerkstatt der Bank wurde 2010 offiziell gegründet. Ziel: Den Fortschritt in der Informationstechnologie zu begleiten und für sich zu nutzen. Das regionale Institut hat für die Informationswerkstatt jedoch keine einzelne Abteilung geschaffen. Vielmehr beteiligen sich Mitarbeiter der Bank aus unterschiedlichen Bereichen in der Werkstatt, um Innovationen besser in die Fläche des Unternehmens tragen zu können. Damit soll die durch die Digitalisierung angestoßene Kulturveränderung innerhalb des Instituts besser gemeistert werden.

Alles fing an mit einem volksbankinternen sozialen Netzwerk, später kam eine eigene Crowdfundingplattform hinzu, die mittlerweile von bundesweit 150 Volks- und Raiffeisenbanken übernommen wurde.
Facebook, Twitter, Instagram; Youtube & Co. gehören längst zum Betriebsalltag der rund 270 Mitarbeiter der Volksbank Bühl. »Wir möchten nicht nur ein sicherer Arbeitgeber sein, sondern den Mitarbeitern auch die Chance geben, sich weiterentwickeln zu können«, sagt Preiss mit Blick auf die unterschiedlichsten Projekte innerhalb des genossenschaftlichen Instituts und die eigene Aus- und Fortbildung im Unternehmen. Damit will die Bank auch im Wettbewerb um Fachkräfte punkten. Steigende Bewerberzahlen und Spitzenbewertungen beim Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu scheinen der Bankführung Recht zu geben.
Angetrieben wurde die Entwicklung vor allem durch den Vorstandschef des Geldhauses, Claus Preiss. Vor rund zehn Jahren arbeitete er sich in die Thematik sozialer Netzwerke ein und erkannte den Nutzen, den die Kommunikation mit Social-Media-Werkzeugen mitbringen.

Der 60-Jährige hat das Banker-Geschäft von der Pike auf gelernt und ist ein Eigengewächs der Volksbank Bühl. 1973 stieg er dort als Auszubildender ein und wurde 1986 stellvertretender Leiter der Filiale in Kehl. Zehn Jahre später stieg er zum Filialdirektor auf und erhielt Prokura in der Gesamtbank. Im Jahr 1999 schließlich zog Preiss in den Vorstand ein, den er seit 2002 führt.

Neben seinem Vorstandsposten bei der Volksbank Bühl hat der gebürtige Kehler zahlreiche Verbandsämter auf Landes- und Bundesebene, aber auch in der Region inne. Er ist unter anderem Wirtschaftsbeirat der Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO), Mitglied des Verwaltungsrates im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in Berlin und Vorsitzender des Verbandsrats beim Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) in Stuttgart. tas

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