Rust

Ehemaliger Ministerpräsident Teufel zu Gast in der Ortenau

22. Oktober 2016
&copy Volksbank Lahr

Mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden Württemberg, Erwin Teufel, erlebten die 400 Gäste der »Ersteiner Gespräche« am Donnerstagabend auf Einladung der Volksbank Lahr einen ganz besonderen Abend. Bei seinem Vortrag im Europa-Park Rust zeigte Teufel auf, wie man Europa stärken und weiterentwickeln und »vom Kopf auf die Füße stellen« könnte.

»Wir haben über 70 Jahre Frieden in Europa, deshalb ist Europa für mich vor jeder Wirtschaftsunion eine Friedensunion«, betonte Teufel, der schon seit 2005 Präsident des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg ist. »Europa ist eine Insel des Friedens!« Das sei auch der Grund für die hohen Zustimmungswerte der Deutschen, die auch nach dem Brexit-Votum aus Großbritannien erneut bestätigt wurden.

Die zweite Seite der Medaille zeige aber trotz dieser positiven Einschätzung eine Grundskepsis der Menschen, so Teufel. »Erstens gegenüber dem Mammutgebilde in Brüssel«, dem Zentralismus der EU.

Die Lösung heiße Subsidiarität, weil man »vom einzelnen Menschen her von unten nach oben denken« müsse. »Europa ist dann stark, wenn es sich für die richtigen Aufgaben einsetzt«, zeigte sich Erwin Teufel überzeugt. Viele Aufgaben könnten viel effizienter und schneller bei Gemeinden und Kreisen gelöst werden. Das liege den Menschen auch am nächsten. Nur die Aufgaben, die über die einzelnen Nationalstaaten hinausgehen, gehörten auf die Ebene der EU.

»Europa lebt nur, wenn es positive Energie ausstrahlen kann«, betonte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Lahr, Peter Rottenecker. »Die Staaten Europas können sich den Herausforderungen nur gemeinsam stellen.« Jeder für sich sei zu schwach, deshalb dürfe es keine nationalen Alleingänge geben, so Rottenecker.

Autor:
red

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