Wirtschaft

Ganter »auf einem vernünftigen Fundament«

Sabine Schwendemann
Lesezeit 2 Minuten
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14. Mai 2008
Gesundschrumpfen will sich die Freiburger Privatbrauerei Ganter, wie Geschäftsführer Maximilian Erlmeier beim Gespräch mit der Mittelbadischen Presse berichtete.
Maximilian Erlmeier ist Bayer. Damit verbindet man Attribute wie eine Vorliebe für Bier und deutliche Worte. Beides legte Erlmeier beim gestrigen Redaktionsbesuch in Offenburg an den Tag. Gegenüber der Mittelbadischen Presse äußerte er sich zum Geschäftsverlauf des vergangenen halben Jahres. Dabei liege der Bierausstoß mit etwa 60 000 Hektolitern neun Prozent hinter dem des Vorjahreszeitraumes. Zwar sei das Sommerhalbjahr immer stärker, aber Erlmeier machte klar: »Damit können wir natürlich nicht zufrieden sein«. Ganter hat sich vor Jahren gegen eine mögliche Fusion mit einem Groß-Brauer entschieden. Und im Landesvergleich sieht es für die Brauerei gar nicht so düster aus: In Baden-Württemberg sei der Bierabsatz 2007 um sieben Prozent gesunken. Ganter selbst schaffte zum dritten Mal in Folge eine schwarze Null, wie Erlmeier betonte. In Anbetracht der Marktlage gelte: »Wer nicht viel verliert, ist schon bei den Gewinnern dabei.« Für 2008 erwartet Erlmeier drei bis sieben Prozent weniger Umsatz. Preiserhöhungen soll es trotz gestiegener Rohstoffkosten in den nächsten Monaten nicht geben. Ganter habe sich verschlankt, die Zahl von 88 Mitarbeitern werde weiter sinken. Das Unternehmen werde künftig »nicht mehr jedem Hektoliter nachjagen«. Gesundschrumpfen heiße die Devise. Ganter stehe »wieder auf einem vernünftigen Fundament«. Sehr gut entwickelt habe sich die Marke »Freiburger«. Binnen drei Jahren habe sich der Absatz auf 9000 Hektoliter verdreifacht. 90 Prozent des Umsatzes macht Ganter aber mit der gleichnamigen Stammmarke. Hier verzeichnet Ganter Rückgänge und hat mit dem Image »alt« und »schmeckt nicht« zu kämpfen. Dabei schneidet das Bier in Blindverkostungen gut ab, widerspricht Annerose Freier, zuständig für die Unternehmenskommunikation, diesem Vorurteil. Im Herbst soll der Markenauftritt Ganters aufpoliert werden. Erlmeier will mehr Wert auf Regionalität und Handwerk legen.

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