Offenburg - Waltersweier

Markant weiht neues Rechenzentrum in Offenburg ein

Autor: 
Daniel J. Basler
Lesezeit 3 Minuten
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12. September 2014
Der Handelskonzern Markant hat an seinem Standort in Offenburg das neue Rechenzentrum eingeweiht.

Der Handelskonzern Markant hat an seinem Standort in Offenburg das neue Rechenzentrum eingeweiht. ©Ulrich Marx

Sieben Millionen Euro hat die Markant AG in den Bau ihres neuen europäischen Rechenzentrums in Offenburg gesteckt. Damit sieht man sich gut gerüstet für den wachsenden Online-Handel, hieß es am Freitag bei der offiziellen Einweihungsfeier. Im Frühjahr sollen dann alle 480 Server in Betrieb sein.

Ohne IT-Unterstützung ist in der heutigen, globalisierten Handelswelt kein Staat mehr zu machen. „Amazon stellt einen Umsatzrekord nach dem anderen auf“, stellte Markus Tkotz, Geschäftsführer der Markant AG Schweiz, seiner Begrüßung der Gäste zur Einweihung der über 1300 Quadratmeter großen Rechenzentrumanlage im Offenburger Gewerbegebiet Waltersweier voran. „Künftig wollen wir von hier aus den deutschen Verbrauchern auf ihre Endgeräte den Großteil der Daten liefern“, konkretisierte er, dass „man in den nächsten Jahren mit Zuwächsen im Online-Handel von bis zu 50 Prozent ausgeht.“ Um sich diesem Wettbewerb zu stellen, betonte er weiter, dafür sei die IT-Technologie ein zentraler Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg, die fehlerfreie Datenkommunikation und Warenversorgung in den acht Ländern, in denen das Handels- und Dienstleistungsunternehmen aktiv ist.

Zugleich attestierte er, dass man zwar mittendrin stecke in der vierten industriellen Revolution, sich international aber nicht abhängen lassen dürfe. „Initiativen für IT-Bildung sind dringend gefragt“, mahnte er, dass Schulen, Städte und öffentliche Hand noch mehr in diesem Ausbildungsbereich tun müssten. Zudem gelte es junge, hochqualifizierte Köpfe in die Region zu locken, gab er zu, dass es auch für sein Unternehmen zunehmend schwierig ist, gutes Fachpersonal zu finden. Trotz dieses Umstandes sei es in Offenburg gelungen, ein „hochkomplexes Vorhaben umzusetzen“, dankte er Peter Bartsch, Geschäftsführer Markant Handels und Service GmbH, und seinem Team für die termingerechte und budgetgenaue Umsetzung in knapp 15 Monaten.

Streng kontrollierter Zugang

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Dabei hatte, wie Peter Bartsch weiter ausführte, die Ortenauer Leitwerk-Gruppe mit ihrer Tochterfirma Connect die Federführung bei der Planung und Projektierung des Rechenzentrums inne. „Wie es ausgestattet ist, damit ist man State-of-the-Art“, bekräftigte Rico Siefermann, Leitwerk-Vorstandsvorsitzender, die derzeit „bestmögliche bauliche und technische Infrastruktur“. Michael Schönborn Hauptbereichsleiter IT Bereich Markant, führte den geladenen Gästen, darunter OB Edith Schreiner und Waltersweiers Ortsvorsteher Konrad Gass, schließlich einige der „Highlights“ vor. Zu ihnen gehören ein biometrisch streng kontrollierter Gebäudezugang, eine Notfallstromversorgung für einen 72-Stunden-Betrieb, eine eigene Sicherheitszelle für den Rechnerraum, eine Löschgasanlage und eine doppelt ausgelegte Klimaversorgung. Alleine für diese Techniken wurden Kabel in einer Länge von 18 Kilometern, der Strecke zwischen Offenburg und Straßburg, verlegt. Ebenso beeindruckend stellt sich der Gesamt-Stromverbrauch von 650 000 kWh dar – er macht den Jahresverbrauch von 130 Vier-Personenhaushalten aus.

60 neue Jobs sollen entstehen

„Was hier alles reingesteckt wurde, ist schon bemerkenswert“, fasste OB Schreiner ihre Rundgang-Eindrücke zusammen, nicht ohne sich ausdrücklich bei der Geschäftsleitung für das Standortbekenntnis zu bedanken. „Sie bringen damit weiter hochqualifizierte Menschen zu uns“, sagte sie mit Blick auf die 60 neuen Arbeitsplätze, die die Markant AG in Offenburg zusätzlich bis Jahresende schaffen will, wobei elf davon Im TÜV-zertifizierten Rechenzentrum, das einmal rund um die Uhr laufen soll, eingesetzt werden. Spätestens im Frühjahr 2015 will man damit so weit sein. Dann ist die sogenannte „Migration“, sprich der Umzug, vom alten ins neue Rechenzentrum abgeschlossen und die 480 Server zum „Heiß laufen“ bereit. Derweil ist dessen rechte Gebäudehälfte für die Zukunft reserviert: „So sind wir für unsere Expansionsziele gerüstet“, braucht es laut Peter Bartsch nicht viel, „um auch das zweite Rechenzentrum, eine genaue Spiegelung seines Vorläufers, bei Bedarf auszubauen und in Betrieb zu nehmen.“

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