Berlin

Gesamtmetall bleibt vor wichtiger Verhandlungsrunde hart

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
19. Januar 2018
Die IG Metall fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn sowie das Recht, die Wochenarbeitszeit befristet auf 28 Stunden reduzieren zu können.

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn sowie das Recht, die Wochenarbeitszeit befristet auf 28 Stunden reduzieren zu können. ©dpa - Guido Kirchner

Unmittelbar vor der wichtigen vierten Verhandlungsrunde im Metall-Tarifkonflikt bleibt die Arbeitgeberseite beim entscheidenden Thema Arbeitszeit bei ihrer harten Linie.

Der von der IG Metall verlangte teilweise Lohnausgleich für Teilzeitbeschäftigte verstoße gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung, betonte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger in der «Wirtschaftswoche». «Diese Ungleichbehandlung können wir nicht akzeptieren. Sie wäre das Gegenteil von gerecht. Deshalb sind wir strikt dagegen.» Das ist beim besten Willen nicht darstellbar.

In dem Tarifstreit, der für bundesweit 3,9 Millionen Beschäftigte geführt wird, setzen sich beide Seiten am Mittwoch in Böblingen zur vierten Verhandlungsrunde an den Tisch. Im wichtigen Tarifgebiet Baden-Württemberg sind schon oft Pilotabschlüsse in festgefahrenen Tarifauseinandersetzungen erreicht worden. Die IG Metall macht seit Anfang Januar mit Warnstreiks Druck.

Entscheidung fällt nächsten Freitag

- Anzeige -

Am Freitag (26.1.) will die IG Metall nach früheren Angaben ihres Vorsitzenden Jörg Hofmann entscheiden, ob eine weitere Eskalation unvermeidbar sei. «Wir sind auf alles vorbereitet - auch auf bundesweite ganztägige Warnstreiks oder eine Urabstimmung und damit unbefristete Flächenstreiks in einzelnen Regionen.»

Die Arbeitgeberseite drängt auf einen schnellen Abschluss. «Es wäre für uns alle gut, wenn wir bis Anfang Februar durch wären», sagte Dulger. «Wir wollen die Auseinandersetzung am Verhandlungstisch lösen. Ein Streik kann immer nur die Ultima Ratio sein.»

Die IG Metall fordert für die 3,9 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie sechs Prozent mehr Lohn sowie das individuelle Recht, die Wochenarbeitszeit befristet auf 28 Stunden reduzieren zu können. Bestimmte Personengruppen wie Schichtarbeiter, pflegende Familienangehörige und Eltern junger Kinder sollen einen Teillohnausgleich erhalten. Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung für drei Monate und danach zwei Prozent mehr Lohn angeboten. Nach Dulgers Worten wollen die Arbeitgeber zudem eine längere Laufzeit erreichen. «Zwei Jahre wären nicht schlecht», sagte er der «Wirtschaftswoche».

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Sie suchen Arbeit in einer Region, in der andere Urlaub machen? acrobat Personaldienstleistungen in Achern rekrutiert Fachkräfte für Firmen in Baden.
    vor 12 Stunden
    acrobat GmbH: Aus der Region für die Region
    Die starke Wirtschaft in Baden braucht einen starken Partner: die acrobat GmbH in Achern bietet Arbeitgebern ein maßgeschneidertes Dienstleistungspaket rund ums Personalmanagement und ist in der Region fest verwurzelt. 
  • Coole Berufe und prima Zukunftsaussichten: Die HUBER-Azubis sind eine super Truppe.
    27.02.2021
    Mit HUBER Kältemaschinenbau in die Zukunft starten
    Präzision in allen Temperaturbereichen: Dafür steht die Peter Huber Kältemaschinenbau AG in Offenburg. Genauso spezialisiert wie die Temperierlösungen für Forschung und Industrie sind die Ausbildungsberufe, die der Technologieführer aus der Ortenau bietet.
  • Gerade bei WeberHaus hat das Handwerk goldenen Boden ....
    26.02.2021
    Bei WeberHaus auf eine sichere berufliche Zukunft bauen
    Träume zu ermöglichen macht Freude – und wenn man Teil eines motivierten Teams ist, kann das schon mal zur Lebensaufgabe werden. Seit über 60 Jahren erfüllt WeberHaus Menschen den Traum vom Eigenheim. Jetzt sucht der Fertighaus-Profi Verstärkung, speziell im handwerklichen Bereich auf den...
  • „Tradition leben, aber neue Wege gehen. Genau unser Bier.“
    26.02.2021
    Familienbrauerei Bauhöfer: Deutschlands jüngste Brauereichefin führt Biermarke in die Zukunft
    Die Familienbrauerei Bauhöfer aus Renchen-Ulm existiert bereits seit 1852, mittlerweile ist die fünfte Generation am Start. Geschäftsführerin Katharina Scheer, Deutschlands jüngste Brauereichefin, führt die Biermarke seit Jahresbeginn mit neuem Namen und neuem Design in die Zukunft: Ulmer heißt...