Förderkreis hat weitere Ideen

Illenau in Achern soll bis 2022 fertig saniert sein

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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24. Oktober 2020

Auch in herausfordernder Zeit bleibt das Engagement im Forum Illenau hoch. Florian Hofmeister (Zweiter von rechts) verabschiedete Jörg-Hennrich Linke (Geschäftsführer Illenau-Stiftungen), Schriftführer Clemens Helmholtz und die stellvertretende Vorsitzende Iris Glaser (von links). ©Michael Karle

Der Förderkreis Forum Illenau ist ungebrochen dabei, die Bedeutung der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt in Achern zu bewahren. Die Gesamtsanierung soll 2022 abgeschlossen werden.

Trotz abgesagter Veranstaltungen ist der Förderkreis Forum Illenau mit hohem Engagement und beeindruckender Lebendigkeit bei der Sache. Vorsitzender Florian Hofmeister hieß am Donnerstag erwartungsgemäß nur wenige Gäste zur Jahresversammlung willkommen.

Bürgermeister Dietmar Stiefel erläuterte, dass die Sanierung der Illenau auf der Zielgeraden angekommen sei: „Wir wollen noch in diesem Jahr den Planungsauftrag für den Veranstaltungsbereich im Zentrum der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt geben. Bislang haben wir hier viel, aber eben nur einen Zwischenzustand erreicht.“

Bühne wird gedreht

Mit der vorgesehenen Drehung der Spielrichtung und der Bühne zum Arkadenhof, so Stiefel, könnten der kommende Saal für bis zu 300 Personen und die Bühne deutlich besser erreicht werden. Mit dieser „Kultur- und Tagungsstätte Illenau“ setze man auf eine multifunktionale Ausrichtung. Im Festsaal muss deswegen der hintere Bereich abgetrennt werden. 

Die Kosten lägen etwa bei acht Millionen Euro. Besonderen Charme habe die Möglichkeit, im ehemaligen Kirchenraum das Fußbodenniveau heben zu können. 2021 soll der Umbau beginnen, um 2022 die Gesamtsanierung Illenau abschließen zu können. Dann soll auch die Hauptzufahrt neu ausgestaltet sein, die jetzt ja laut Stiefel noch in einem Mischzustand ist.

Beisitzer Jürgen Franck erläuterte, dass man die Ursprungsidee der Pflegeanstalt in der Apsis und in einem Bereich des Obergeschosses im Zentralbereich mit Bildinstallationen auch baulich umsetzen will: „Für die konkrete Umsetzung sind jetzt auch die Architekten gefordert.“

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Florian Hofmeister regte einen Durchgang vom vorderen zum hinteren Illenaubereich ein: „Es ist ein sehr weiter Weg aus dem Illenauwald in den Zentralbereich.“

Im Rückblick verdeutlichte der Vorsitzende, dass das Buch „175 Jahre Illenau. Erinnern.Gedenken.Gestalten“ auch in der zweiten Auflage sehr gute Resonanz finde, nicht weniger die regelmäßigen Illenau-Führungen. „Die neuen Multimediastationen im Illenau-Museum werden vorgestellt, sobald Corona das zulässt.“ 

Eine Perle hat der Verein mit der Baumfibel zum Illenauer Friedhof aufgelegt. Gestartet ist man zwischenzeitlich mit dem Buchprojekt „Illenau Friedhof“. Walther Stodtmeister wird seine Forschungen zu Grabstätten, zu Begrabenen und deren Familien vorstellen. Besonderen Dank hatte der Vorsitzende für seine Stellvertreterin Iris Glaser, die nach zwölf Jahren ausscheidet. „Insbesondere in der Organisation des Bücherverkaufs hast du dich höchst verdienstvoll engagiert.“ Florian Hofmeister hatte auch Dank für Clemens Helmholtz, der als Schriftführer nicht erneut zur Wahl antrat: „Du warst bei vielen Veranstaltungen in der Organisation verantwortlich.“ 

Gewählt wurde durchweg einstimmig. Florian Hofmeister bleibt Vorsitzender, neuer Stellvertreter ist Oliver Büttner. Veronika Braun wurde als Kassiererin wiedergewählt, Walther Stodtmeister übernimmt die Schriftführung. Beisitzer sind Clemens Helmholtz, Michael Schmitt, Christian Gospos und Jürgen Franck. Kassiererin Veronika Braun gab einen Bericht, der viel Beifall brachte. 

Sorge um Friedhof

Arno Haiss, ehemals Bürgermeister, hielt ein Plädoyer für den Illenau-Friedhof. „Viele Bäume und Denkmäler sind gefährdet. Ein Entwicklungsplan ist dringend, der Friedhof altert.“ Sagte Florian Hofmeister auch hier Engagement des Vereins zu, so hatte er abschließend mit Jörg-Hennrich Linke einen geschätzten Partner zu verabschieden: „Als Geschäftsführer der Illenau-Stiftungen waren Sie uns stets ein herausragender Unterstützer. Danke dafür!“

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